Schweizerische Depeschenagentur wird zur Auslandredaktion der Berner Zeitung

Jetzt geht es also los. Die Schweizerische Depeschenagentur (SDA) hat eine erste Abnehmerin für ihre im Frühling angekündigte Dienstleistung gefunden. Ab April 2010 produziert die Nachrichtenagentur den kompletten Auslandteil der Berner Zeitung. Diese Entwicklung verfolge ich mit einiger Skepsis. Mehr »

An der Grenze zur Prostitution

In der aktuellen Ausgabe des Schweizer Medienmagazins «Klartext» widmet René Worni seinen Artikel «An der Grenze zur Prostitution» einem Thema, das ich hier auch immer wieder mal aufgreife: die Werbung auf Titelseiten und im redaktionellen Umfeld von Schweizer Zeitungen und Zeitschriften. Mehr »

Tamedia hat Gratiszeitung «News» eingestellt

Was sich bereits im vergangenen Sommer abgezeichnet hatte, traf letzten Freitag ein: Tamedia stellte die Pendlerzeitung «News» komplett ein, nachdem Ende Juli 2009 bereits die Basler und Berner Ausgaben gestoppt worden waren. Damit ist dem Schweizer Medienkonzern die Abwehr der Konkurrenz im Markt der Gratistitel gelungen. Neben «.ch» wurde in der Zeit von «News» auch «Cash daily» als gedruckte Ausgabe aufgegeben.

Ueli Maurer kritisiert demokratische Leistung der Schweizer Medien

Bundesrat Ueli Maurer hat am Jahreskongress des Verbands Schweizer Presse in Interlaken die Medien in der Schweiz kritisiert. Sie nehmen seiner Meinung nach ihr Aufgabe in unserer Demokratie nicht wahr. Der Rundumschlag ist in einzelnen Teilen zweifellos zu allgemein und teilweise auch falsch (z. B. die SRG als staatliches Medium zu bezeichnen), trifft aber in anderen Punkten ins Schwarze. Hier ein Beispiel: Mehr »

Weko lässt Tamedia den Westschweizer Medienkonzern Edipresse schlucken

Die Wettbewerbskommission (Weko) hat die Übernahme der Schweizer Aktivitäten der Edipresse-Gruppe durch die Tamedia AG bewilligt. In ihrer vertieften Analyse ist sie zum Schluss gekommen, dass es auf den meisten Märkten zu keinen Marktanteilsadditionen kommt. Auf dem relativ kleinen Werbemarkt in der Romandie hat es längerfristig auch keinen Platz für zwei Pendlerzeitungen. Mehr »

Verhilft Google dem Bezahlsystem für Nachrichten zum Durchbruch

In Verlegerkreisen hat die Idee, journalistische Leistungen im Internet künftig nicht mehr oder nicht mehr ausschliesslich über Werbung zu finanzieren, neuen Aufwind gekriegt. Nun macht ausgerechnet der Internetgigant Google, der von eben diesen Verlegern häufig kritisiert wird, offenbar einen Schritt in diese Richtung. In den USA hat es Verlegern ein Bezahlsystem vorgeschlagen. Mehr dazu in der heutigen NZZ online unter «Google lässt Zeitungsverleger hoffen».

Der Halbjahresgewinn der Tamedia bricht ein

Wie die SDA soeben gemeldet hat, ist der Halbjahresgewinn des Schweizer Medienkonzerns Tamedia komplett eingebrochen. Er reduzierte sich von 59,4 Mio. im Vorjahr auf 0,8 Mio. Franken. Massgebend ist gemäss NZZ die Rezession und der Einbruch der Werbeeinnahmen. Bei den Stellenanzeigern beträgt der Rückgang 47,4 Prozent. Als Teil der Lösung sieht das Unternehmen die Einstellung des Solothurner Tagblatts, einer Regionalausgabe der Berner Zeitung. Somit gibt es auch in Solothurn ab sofort nur noch eine einzige Tageszeitung.

Gruner und Jahr weist erstmals rote Zahlen aus

Der grösste europäische Zeitschriftenverlag Gruner und Jahr weist mit seinen aktuellen Halbjahreszahlen erstmals in seiner knapp 45-jährigen Konzerngeschichte einen Verlust aus. Und gemäss Konzernchef Bernd Buchholz existieren weiterhin keine Anzeichen für eine Erholung am Werbemarkt. Mehr Infos dazu in «Gruner + Jahr mit historischer Minus-Bilanz».

Gratiszeitung «News» stellt Basler und Berner Ausgaben ein

Die Pendlerzeitung «News» streicht per Ende Juli die Ausgaben in Basel und Bern. Es bleibt nur noch die Zürcher Ausgabe. Dieser Rückzug ist nach der Aufgabe der Mittelland-Ausgabe am 7. Dezember 2008 ein weiterer Beweis dafür, dass der Schweizer Medienkonzern Tamedia die Gratiszeitung News lediglich als Abwehrmassnahme gegen die Konkurrenz von «.ch» lanciert hat. Mehr »

Umsatz der Publigroupe bricht ein

Wie die NZZ soeben berichtet, hat der Westschweizer Werbevermarkter im ersten Halbjahr 2009 einen Umsatzrückgang von 28 Prozent hinnehmen müssen. Falls die Konjunktur nicht sehr bald anzieht, stellt sich die Frage, wie lange die Publigroupe ihr traditionelles Modell noch aufrecht erhält.