Volvo kauft sich grüne Titelseiten

In diversen Sonntagszeitungen wie auch in der heutigen Ausgabe der Pendlerzeitung 20 Minuten wirbt die Automarke Volvo in grossem Stil für ihre Umweltfreundlichkeit. Die Zentralschweiz am Sonntag und 20 Minuten geben dafür sogar ihr Logo her. Und riskieren damit, dass ihre eigene Marke aufgeweicht wird.
Für 20 Minuten ist diese Aktion eine Fortsetzung der gelben Offensive durch Rivella von Ende August 2008. Allerdings wurde damals die Logofarbe dem Werbekunden noch nicht zur Verfügung gestellt.
Wie ich bereits im Fall von Rivella erwähnt habe, bin ich überzeugt, dass solche Aktionen bei regelmässiger Wiederholung die Glaubwürdigkeit des Mediums beeinträchtigen. Und dass die eigene Medienmarke darunter leidet, weil sie beliebig wird. In der heutigen Zeit, wo die Leute in starken Marken Halt und Orientierung suchen, ein Schritt in die falsche Richtung.
Nicht so weit wie 20 Minuten und die Zentralschweiz am Sonntag gehen übrigens die der Sonntagsblick und Sonntag. Sie färben zwar Teile der Frontseite ebenfalls grün ein, nicht aber ihr Erscheinungsbild. Noch zurückhaltender ist die NZZ am Sonntag: auf ihrer Frontseite war lediglich ein kleines grünes Inserat von Volvo zu sehen. Wers sich selber anschauen möchte, findet die Screenshots bei Persoenlich.com im Beitrag «Zeitungen in Volvo-Grün erscheinen lassen».
Noch ein pikantes Detail zu Volvo: Gestern ist bekannt geworden, dass der schwedische Autohersteller weltweit 21'000 Fahrzeuge der Modelle C30, S40 und V50 zurückrufen muss (allerdings nicht die aktuellen der Driv-e-Modelle, sondern solche mit Jahrgang 2007. Danke an Säschu für die Präzisierung), weil es Probleme mit dem Motor geben kann. Und während die NZZ beim Rückruf von Volvo im Februar 2008 eine Meldung platzierte, gibt es zum aktuellen Rückruf unter www.nzz.ch nichts zu lesen.
Wie ich bereits im Fall von Rivella erwähnt habe, bin ich überzeugt, dass solche Aktionen bei regelmässiger Wiederholung die Glaubwürdigkeit des Mediums beeinträchtigen. Und dass die eigene Medienmarke darunter leidet, weil sie beliebig wird. In der heutigen Zeit, wo die Leute in starken Marken Halt und Orientierung suchen, ein Schritt in die falsche Richtung.
Nicht so weit wie 20 Minuten und die Zentralschweiz am Sonntag gehen übrigens die der Sonntagsblick und Sonntag. Sie färben zwar Teile der Frontseite ebenfalls grün ein, nicht aber ihr Erscheinungsbild. Noch zurückhaltender ist die NZZ am Sonntag: auf ihrer Frontseite war lediglich ein kleines grünes Inserat von Volvo zu sehen. Wers sich selber anschauen möchte, findet die Screenshots bei Persoenlich.com im Beitrag «Zeitungen in Volvo-Grün erscheinen lassen».
Noch ein pikantes Detail zu Volvo: Gestern ist bekannt geworden, dass der schwedische Autohersteller weltweit 21'000 Fahrzeuge der Modelle C30, S40 und V50 zurückrufen muss (allerdings nicht die aktuellen der Driv-e-Modelle, sondern solche mit Jahrgang 2007. Danke an Säschu für die Präzisierung), weil es Probleme mit dem Motor geben kann. Und während die NZZ beim Rückruf von Volvo im Februar 2008 eine Meldung platzierte, gibt es zum aktuellen Rückruf unter www.nzz.ch nichts zu lesen.
1 Trackback zu Volvo kauft sich grüne Titelseiten
6 Kommentare zu Volvo kauft sich grüne Titelseiten
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Das hat 20Min.ch doch schon beim Rivella Gelb getan. Das ist alles nur eine Frage des Geldes.
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Zumindest das Logo war damals noch blau. Vielleicht wars allerdings auch nur deshalb, weil das Logo gelb auf weiss zu wenig Kontrast gehabt hätte.
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Und das Tagi-Magazin druckt in seiner letzten Ausgabe gleich den ganzen Geschäftsbericht der Migros ab. Das scheint mir alles ein letztes verzweifeltes Aufbäumen der serbelnden Printmedien gegen den drohenden wirtschaftlichen Untergang - man verkauft sein letztes Hemd und macht sich vor der Leserschaft total unglaubwürdig. Musste ich früher noch die überflüssigen Werbebeilagen mühsam aus den Zeitungen kramen, um sie wegzuwerfen, fliegen jetzt gleich die ganzen Zeitungen hochkant in den nächsten Papierkorb!
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Hehe, schön gesagt.
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hi, die info mit dem rückruf stimmt leider nicht ganz. in der schweiz geschah dieser bereits ende februar 09 und ich war einer von rund 470 angeschriebenen kunden. es sind volvo modelle aus dem jahr 2007 (also nicht die beworbenen driv-e modelle) bei denen wasser auf das motorlüftersteuergerät gelangen und schlimmstenfalls einen kurzschluss auslösen kann (nachzulesen auf auto-schweiz.ch / rückrufe). das problem wird in ein paar minuten durch eine plastikabdeckung behoben.
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@ Säschu: Danke für den Hinweis. Habe das ungenau geschrieben. Meinte nicht, dass die aktuellsten Versionen dieser Modelle das Problem verursachen. Der Texte konnte aber leicht so verstanden werden. Passe das deshalb an.



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18 Aug 09 um 08:10