Übertrainierte Politikerinnen und Politiker

Dass nicht jedes zusätzliche Training zu einer besseren Leistung führt, wissen Sportlerinnen und Sportler schon längst. Nicht erreicht hat diese Weisheit Politikerinnen und Politiker, die in der politischen Diskussionsrunde Arena des Schweizer Fernsehens auftreten.

Gemäss Redaktionsleiterin Marianne Gilgen gehören Beeinflussungsversuche zur ihrem Alltag. Was sie in der Begleitzeitschrift zu den Swiss Media Forum bedauert: «Wir spüren auch die eher negativen Auswirkungen von Medientrainings. Sie machen die Arbeit für unsere Sendung nicht leichter und die Auftritte der Politiker werden dadurch auch nur selten besser. Oft beantworten Politiker die Frage des Moderators nicht, sondern geben ihr vorbereitetes Statement ab. Dies mag im Interesse der zu platzierenden Botschaft sein, doch nicht im Interesse einer spannenden Debatte und nicht im Interesse des Publikums. Es ist zweifellhaft, ob die Politiker imagemässig von dieser Strategie profitieren.»

Die Folgen des Übertrainings können für Sportlerinnen und Sportler nicht nur ein Leistungseinbruch sein, sondern auch Schlafstörungen und Kopfschmerzen. In der Arena gibts die Kopfschmerzen leider nur beim Publikum, das sich über die leierhaften Statements aufregt.

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