Bundesräte als Bundeshauskorrespondenten

Zum ihrem 160. Geburtstag bringt die Tageszeitung Bund eine Serie über ihre Geschichte. In der heutigen Ausgabe geht Adrian Sulc ganz zurück zu den Anfängen. Was mich beim Lesen überrascht hat: drei Bundesräte waren damals gleichzeitig Korrespondenten. Heute wäre das schlicht undenkbar.

Bild: Mike Lehmann

Adrian Sulc hat 2007 an der Universität Freiburg seine Diplomarbeit für den Bachelor zum Thema «Das liberale Gewissen der Bundesstadt. Die Berner Tageszeitung ‹Der Bund› 1850 bis 2007» geschrieben. Zur Feier des 160. Jahres der Berner Tageszeitung nimmt er heute im fast gleichnamigen Artikel «Das liberale Gewissen der Bundesstadt» die Leserinnen und Leser mit auf eine Reise zurück zum Ursprung. Die folgende Passage fand ich besonders interessant:

Der «Bund» macht es sich zu einer seiner Hauptaufgaben, die Verhandlungen im National- und Ständerat akkurat wiederzugeben. Auch von den Verhandlungen des Bundesrats konnte der «Bund» regelmässig Bericht erstatten: Drei Bundesräte, Friedrich Frey-Herosé, Stefano Franscini und später Constant Fornerod, leiteten – heute undenkbar – Notizen aus den Sitzungen an die Redaktion weiter. Letzterem wurden bis zum Ende seiner Amtszeit halbjährlich 500 Franken Honorar bezahlt.

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