Keine Versteigerung des Skigebiets Winterhorn auf der Auktionsplattform Ricardo.ch


Am Samstag verkündeten viele Medien in der Schweiz (darunter auch das Schweizer Fernsehen), das Hospentaler Skigebiet Winterhorn sei auf der Auktionsplattform Ricardo.ch versteigert worden. Doch das stimmt überhaupt nicht. Dieses Beispiel zeigt schön, wie wenig die Redaktionen von der Online-Welt verstehen und wie viel einander abgeschrieben wird.Denn wie die Abbildung oben zeigt, handelte es sich bei der Ausschreibung auf Ricardo.ch nicht um eine Auktion. Es gab zwar einen Mindestpreis von 250’000 Franken, doch die Abgabe von Kaufangeboten war nicht möglich. Es war nichts und wirklich nichts anderes als eine Kleinanzeige. So wie es sie auf Immobilienplattformen zu Tausenden gibt. Allerdings eine mit riesiger Reichweite. Über 50’000 Mal wurde sie angeschaut. Ricardo.ch und Claus Dangel reiben sich die Hände. Und die Schweizer Verlage – Ricardo.ch gehört zum südafrikanischen Medienkonzern Naspers –  träumen von solcher Publizität für die Kleinanzeigen auf ihren eigenen Plattformen.

Noch keine Kommentare.

IHR KOMMENTAR