Die Zukunft der Schweizerischen PR-Gesellschaft

Gestern Abend hat Mireille Saucy, Präsidentin der Schweizerischen PR-Gesellschaft (SPRG), an der Generalversammlung der Zentralschweizer Regionalgesellschaft ZSPR über die Neuausrichtung des Dachverbands informiert. Für mich stellen sich zwei grundlegende Fragen.

  1. Positionierung
    Die Organisation will an Schlagkraft und Relevanz zulegen, sich aber von den anderen Kommunikationsdisziplinen wie der Werbung klar abgrenzen. Das beisst sich aus meiner Sicht. Man kann entweder eine kleine Nische abdecken für Leute, die sich ausschliesslich mit Public Relations beschäftigen. Und muss dann damit leben, dass die Vereinsgruppe eher einem Stammtisch gleicht. Oder man strebt eine grössere Organisation an für die professionellen Mitspielerinnen und Mitspieler aller kommunikativen Sportarten. Ich spreche mich klar für die zweite Variante aus, weil Kommunikationsinstrumente und -mittel immer stärker miteinander verschmelzt werden und der Begriff Public Relations meines Erachtens nicht mehr das umfasst, was Kommunikationsverantwortliche tatsächlich alles tun. Mir schwebt also eher ein Verband vor, der alle Kommunikationsleute vereint. Mit separaten Gefässen für die einzelnen Instrumente wie Werbung, Direktmarketing, Eventmarketing, Public Relations etc.
  2. Name
    Aus der Schweizerischen PR-Gesellschaft soll der Schweizerische PR-Verband werden. Diese Änderung finde ich nebensächlich. Für meine Ohren sind die Begriffe Gesellschaft und Verband in diesem Zusammenhang Synonyme. Weniger glücklich bin ich mit der angekündigten Wortmarke pr suisse. Weil es eine künstliche englisch-französische Wortkombination ist, die keinen Sinn macht. Während die Public Relations auf Deutsch ein stehender Begriff sind, wird das auf Französisch so nicht verwendet. Es müsste dort rp suisse heissen für relations publiques suisse. Bei anderen Organisationen wie Economiesuisse, Armasuisse, Credit Suisse oder Bio Suisse macht die Kombination Sinn, weil es entweder beides französische Begriffe sind oder eine Kombination eines Kunstwortes mit Suisse. Es wäre ja also mächtig ironisch, wenn der Verband selber mit der Sprache wursteln würde, während seine Mitglieder ihren Kundinnen und Kunden gute und präzise Sprache lehren.

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