FAZ schiesst daneben

Kürzlich hat das Kulturmagazin Perlentaucher.de von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) eine Rechnung über 590 Euro erhalten, weil das Online-Medium den Schriftsteller Thomas Hürlimann aus der FAZ zitiert hat. Dabei hat der Autor der Zeitung gar keine über die einmalige Publikation hinaus reichende Rechte abgetreten. Abgesehen davon, dass es eh nur ein Zitat war. Zurück bleibt zwar keine finanzielle Forderung, dafür das grosse Staunen über die Unfähigkeit der FAZ.

Während die Perlentaucher durchaus nervös geworden sind und das Zitat vorübergehend gestrichen haben, blieb Thomas Hürlimann eher locker und bot Rückendeckung. Auf der Website der Perlentaucher gibt es sowohl den Brief der FAZ als auch die Antwort von Thomas Hürlimann nachzulesen. Gemäss Kölner Stadt-Anzeiger geht es dabei auch um den bereits länger andauernden Krach der beiden Parteien, der in der nächsten Runde sogar vor dem Bundesgerichtshof ausgetragen wird. Sieger der bisherigen Runden: die Perlentaucher.

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