SEO-Praktikum auf Kreta

Als «Praktikum unter Palmen» kündet die deutsche Firma Seofactory, die sich auf das Suchmaschinenmarketing spezialisiert, einen Lern- und Arbeitsaufenthalt in Kreta an. Was man dort jedoch genau lernt und tut, bleibt weitgehend unbekannt.

Das Unternehmen verspricht zwar, beide Seiten würden von diesem «Deal» profitieren:

SeoFactory unterstützt Dich dabei, Deine im Studium erworbenen theoretischen Kenntnisse in die Praxis umzusetzen und macht Dich fit für DEN Wachstumsmarkt im Internet. Dafür lässt Du uns an Deinen Ideen teilhaben und erarbeitest in einer tollen Atmosphäre suchmaschinenoptimierte Projekte.

Besonders der letzte Hinweis auf die Erarbeitung suchmaschinenoptimierter Projekte deutet für mich stark darauf hin, dass man dort zum Contentsklaven wird. Seofactory formuliert das jedoch viel gekonnter:

Du übernimmst praxisnahe Web-Projekte, die Du
eigenverantwortlich betreust und zum Abschluss bringst (die Spanne
reicht hier von der Erstellung suchmaschinenoptimierter Inhalte über
Web 2.0 Anwendungen bis hin zum themenaffinen Linkaufbau)

Wie dem auch ist, ich bin gespannt zu lesen, wie es wirklich sein wird. Wir alle werden davon erfahren, denn Seofactory versichert:

Du bist Teil eines einzigartigen Projektes, dass in der (Fach)-Presse eine große Resonanz erfahren wird

10 KOMMENTARE

  1. Content-Sklave No 4232 sagt:

    Contentsklaven werden jetzt auch nach Malta exportiert:
    http://www.praktikum.info/praktikum/32431/

  2. …also der Blog klingt eher danach, als wäre der Pool bzw. das „Reis-Soße-Fleisch-Essen“ voller Glücksdrogen…

  3. Genau Netscout, ohne „mehr Erklärungen“ ist es nämlich viel einfacher etwas in aus dem Zusammenhang gerissene Aussagen hineinzuinterpretieren.
    Auf Grund der arbeitsunfreundlichen Mittagshitze hatten wird in der Anfangszeit eine stark ausgedehnte Mittagspause. Deshalb wurde auch der Samstagvormittag genutzt um auf 40 Stunden pro Woche zu kommen.

  4. Netscout sagt:

    Lieber Contentsklave 4231,

    ganz so daneben kann dein Name nicht sein, wenn ich die Blogs aus Kreta lese. Unter http://blog.seofactory.de/20090710/vom-urlaub-auf-kreta-in-die-hotelzimmer-dieser-welt/ steht zum Beispiel: «Nachdem wir den Stundenplan erhalten hatten stand eine Abstimmung über die Arbeitszeitenregelung auf dem Programm. Mit eindeutiger Mehrheit wurde bestimmt, dass täglich eine Stunde länger gearbeitet und im Gegenzug dazu der Samstag zum freien Tag wird.» Mehr Erklärung braucht es dazu nicht, oder?

  5. Content-Sklave No 4231 sagt:

    Gerüchte, Gerüchte, Gerüchte
    …Sie haben keine Namen, keine Identität, sie schreiben Content! Was ist
    Linkbuilding, was ist AdWords, was ist Analytics, und wie werden diese Dinge
    ausgewertet? Wo sonst kann man sich besser mit dieser Materie befassen, als
    angekettet im dunklen Keller im Feriendorf mit Pool auf Kreta!
    Ist es wirklich so, dass die „Content-Sklaven“ dem Content Tag ein Tag aus
    hörig sind? Was hat es mit dem Feriendorf auf Kreta eigentlich auf sich?
    Sitzen die Content-Sklaven hier angekettet im unterirdischem Verließ?
    Nun – „Come in and find out“! Flüge gibt es ab 89€, und wohnen im Ferienhaus
    mit Pool gibt es gratis dazu.

  6. Ronald sagt:

    Hallo aus Kreta!
    Ich bin hier gerade als Praktikant und die ersten vier Wochen sind schon vorbei. Vor Beginn war ich auch etwas skeptisch, doch mich haben die nette Ansprache durch Sonja, ein Telefonat und die Präsentationsveranstaltung bewogen, hier mitzumachen.
    Meine Erwartungen wurden weit übertroffen – hier wird wirklich eine Menge geboten. Nicht nur fachlich durch Mitarbeiter der seoFactory und Gastdozenten, auch die Freizeitgestaltung mit Strandpartys, Sport und kulturellen Ausflügen. Schau doch einfach mal auf den offiziellen Blog: http://blog.seofactory.de
    Am Strand lag nach einem Sturm und nach der Strandparty tatsächlich etwas Müll, nach einem Spaziergang mit einer Mülltüte hatte sich das Problem erledigt. Da die Praktikanten die Mietwagen kostenfrei nutzen dürfen, mache ich heute in der Mittagspause einen Kurztrip in die Stadt. Grüße aus dem sonnigen Kreta nach Deutschland, Ronald

  7. Netscout sagt:

    Martin, danke für den aufschlussreichen Kommentar. Bin nun noch viel neugieriger, wie das «Praktikum» wirklich werden wird.

  8. Martin sagt:

    Vor allem die Location klingt höchst zwielichtig. Es handelt sich dabei um das „Dionysos Village“. Nach etwas rumgooglen hab ich gelesen, dass das ein in Konkurs gegangenes Feriendorf aus den 90ern ist, in einer völlig abgelegenen Gegend, mit Strand voller Müll. Aktuelle Informationen wie es dort momentan ausschaut sind nicht zu finden. Älteren Nachrichten zufolge ist es ein Geisterdorf, dass geschlossen ist und nur von Wachmännern bewacht wird. Allee Restaurants und Tavernen sind geschlossen und im Pool ist kein Wasser. Man kann die Wohnungen dort kostenlos nutzen (feriendorf-kreta.de).
    Insgesamt stehe ich dem ganzen Projekt recht skeptisch gegenüber. Ein Kumpel von mir hat sich dort beworben und eine Einladung zur Vorstellung bekommen. Er wurde nicht mal persönlich angesprochen, sondern es hieß nur „Liebe Bewerber…“. Könnte also so ne Kaffefahrt-Taktik sein, die Leute an einen völlig abgelegenen Ort bringen und dann für sich arbeiten lassen, in der Hoffnung, dass dort eh keiner weg kann.

  9. Netscout sagt:

    Hallo Malte, dann bin ich ja mal gespannt. Man wird ja sicher davon lesen.

  10. Hallo Andreas,
    am besten lernt und behält ein Mensch nicht die Dinge, die er ließt, hört und sieht, sondern die, die er selbst tut und die er aktiv erlebt. Darum bemühen wir uns die Grundlagen des Online Marketings möglichst praxisnah zu vermitteln.

    Außerdem ist es keineswegs so, dass wir nur stumpf Themen vorgeben zu denen Texte verfasst werden sollen. Vielmehr wird hier auch die Initiative der Kandidaten gefragt sein interessante Themen zu identifizieren und als Website zu realisieren. Dabei lernt man dann auch direkt etwas über CMS, html, usw.

    Davon, dass wir Contentsklaven suchen kann also keine Rede sein. Zumal wir Contentsklaven wohl nicht extra nach Kreta schicken würden. Dafür lohnt sich der Aufwand dann doch nicht 😉
    Gruß
    Malte

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