Bescheidene Erkenntnisse von «brand eins»

Das deutsche Wirtschaftsmagazin brand eins widmet die aktuelle Ausgabe unter dem Titel «Sagen, was Sache ist» der Kommunikation sowie der Public Relations. Die Themenwahl verlockt zum Lesen, doch die Erkenntnisse sind bescheiden.Wolf Lotter zeigt zum Beispiel in seinem zehnseitigen Artikel «Propaganda!» auf, weshalb Public Relations immer von gezielten Interessen geleitet werden. Das leuchtet zwar ein, nicht so aber sein stetiger Versuch zu beweisen, Kommunikationsfachleute von heute verstünden das nicht und versuchten sich als neutrale, im Auftrag der Öffentlichkeit agierende Informanten auszugeben. Zumindest in meinem Umfeld kann ich keine solche Tendenz ausmachen.

In einem weiteren Artikel zum Schwerpunkt Kommunikation und Public Relations vergleicht Harald Willenbrock die Kommunikationsarbeit von Aldi und Lidl. Da ist erstens kaum Neues zu lesen und zweitens trennen keinesfalls Welten die Kommunikation der beiden Discounter. Denn beide Unternehmen geben sich, wie das der Autor sogar selber aufzeigt, der Öffentlichkeit gegenüber sehr zugeknöpft.

Und auch im Bericht von Dirk Böttcher über die «Schnipsel-Jagd» verspricht die Einleitung mehr, als schliesslich in der Geschichte drinsteckt. Die Frage, wem die aufwendige Medienbeobachtung nützt, beantworten nämlich die im Text zitierten Personen sehr schlüssig. Doch der Autor fixiert sich lieber auf das Schlussstatement von Theres Essmann der Firma Cision auf die Frage, was bis heute trotz allem noch nicht gemessen werden kann: «Nämlich das, was in den Artikeln überall auf der Welt nicht geschrieben wurde.»

Noch keine Kommentare.

IHR KOMMENTAR