Keine Wartezone

Mit einer neuen Bodensignalisation will der RBS seit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2007 endgültig Ordnung schaffen im unterirdischen Berner Bahnhof. Eine Verunstaltung, die nicht leicht zu überbieten ist.

Die neue Bodensignalisation im Berner RBS-Bahnhof. Bern, 10.12.2007, Netscout

Zugegeben: Die Platzverhältnisse im unterirdischen Bahnhof des Regionalverkehrs Bern-Solothurn (RBS) sind äusserst ungemütlich. Denn die Perrons sind schmal und die Pendlerströme lang. Weil ankommende Fahrgäste nicht genügend schnell aussteigen und abreisende nicht zügig einsteigen können, kommt es jeden Morgen und jeden Abend zu Verspätungen.

Als erste Reaktion standen im vergangen Jahr während der Stosszeiten plötzlich Frauen und Männer eines privaten Ordnungsdiensts beim Eingang zu den Perrons. Klar, dass die auf die Dauer einiges teurer sind als ein paar Kübel rote und weisse Farbe. So wurden auf den Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2007 hin Verbotszeichen und riesige Textfelder auf dem Boden des einen Perrons kreiert.

Diese Bodensignalisation sieht erstens hässlich aus und zweitens frage ich mich, ob sie wirklich was bringt. Denn wer in den Zeiten von Überwachungskameras und Verbotstafelwäldern so dicht wie Novembernebel das Spiel der Grösse mitspielt und alle Hinweise immer grösser, immer farbiger und immer penetranter macht, riskiert einen Schnitt ins eigene Bein.

Am Anfang schreckt es wohl auf. Doch man wird sich schnell daran gewöhnen und die Hinweise ignorieren. Und was kommt dann? Eine Verbreiterung der Perrons, damit die XXXL-Bodensignalisation Platz hat?

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